Also, das hier ist meine Chefin. Sie heißt genauso wie ich: Fuchs. Mit Vornamen allerdings Monika. Wie man sieht, lacht sie gerne. Insgesamt ist sie eher eine Frohnatur. Manchmal allerdings vergisst sie das, dann sieht man sie mit gerunzelter Stirn und kritischem Blick auf ihren Computerbildschirm starren. Sie ist eben furchtbar genau und will aus allem das Beste herausholen. Dabei versinkt schon mal die Welt um sie herum. Draußen kann herrlichster Sonnenschein sein, ich selbst flattere vergnügt im Schmetterlingsbaum,
der hinterm Haus steht, aber was macht meine Chefin? Vergräbt sich in die Arbeit. Denkt nach, grübelt, plant und telefoniert. Und wenn sie dann mal Pause macht, geht sie in den Garten und blinzelt in die Sonne: "Wusste ja gar nicht, dass heute so ein schöner Tag ist …"
Früher, als sie noch nicht meine Chefin war, hat sie Katholische Theologie studiert – zunächst bei den Jesuiten in Frankfurt/St. Georgen, danach an der Päpstlichen Universität Gregoriana und schließlich landete sie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, wo sie das Studium mit dem Diplom abschloss. Dort lernte sie auch ihren Mann kennen, Guido Fuchs. (Von dem hat sie auch den Namen ...)
Irgendwann entdeckte sie ihre Schreibbegabung und Recherchierlust. Und nachdem die Familie von Würzburg nach Hildesheim übergesiedelt war, fing sie bei der dortigen Kirchenzeitung an, journalistisch zu arbeiten. Daneben lernte sie auch so allerlei Satztechnisches, es kam eines zum andern. Auch bei den Kindern. Mit zweien schließlich (inzwischen sind es drei) ließen sich Festanstellung und Familie nicht mehr unter einen Hut bringen – zu unstet, das Journalistenleben. So machte sie sich selbstständig, zunächst als Freie Journalistin, später mit dem Medienbüro – das war 1997, vor 10 Jahren also. Sie führte nur fort, was sie schon seit Jugendtagen gemacht hatte: Plakate, Flyer und so manches andere entwerfen und produzieren, erst als Hobby, dann als Profession. Aber immer mit Leidenschaft. Da wurde sie dann meine Chefin. Weil sie mich zu ihrem Logo machte. Warum gerade mich, erfahren Sie auf der nächsten Seite!